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Und ewig lockt die Timeline? Warum eine Facebook-Seite nicht genug ist


Ob als Unternehmer oder Privatperson: Wir kommen um Facebook nicht herum. Der Kanal ist allgegenwärtig und in jeder Situation präsent – übrigens bei Befürwortern und Gegnern gleichermaßen.

Für ein zeitgemäßes und zukunftsorientiertes Unternehmen ist es heute in der Tat undenkbar, ohne eigene Fanpage auf Facebook zu agieren. Laut Statista nutzen 93% aller Unternehmen diesen Social-Media-Kanal – weltweit! Aber: 76% aller Unternehmen verwenden auch Twitter, 67% LinkedIn, 53% YouTube und immerhin 49% Google+. [1]

Dennoch begehen einige den großen Fehler, sich so auf Facebook zu konzentrieren, dass sie alles andere vernachlässigen: Wen interessiert denn die womöglich bereits verkümmerte Internetpräsenz der eigenen Unternehmenswebseite, der Instagram-Account, der Newsletter?

Alle tummeln sich doch auf Facebook, da kann man sich auch direkt von all dem unnützen Ballast befreien. Facebook – und fertig ist die Online-Kunden-Kommunikation? Die Besucherzahlen geben einen da meist Recht. Aber nur auf den ersten Blick.

So manch schlauer Unternehmer hat bereits diesen folgeschweren Fehler gemacht und sich ins Verderben gestürzt. Besonders, wenn er seine Facebook-Präsenz auch noch mit der Digitalisierung gleichgesetzt hat.

Online-Kommunikation: Multichanneling – und ein Teil des großen Ganzen

So wie die Facebook-Fanpage eines Unternehmens ist auch die eigene Webseite, das Twitter-Konto oder womöglich auch die eigene App ein wichtiger Bestandteil des Marketing-Mixes Ihres Unternehmens. Und es ist gerade dieser Mix, der entscheidend ist.

In den nachfolgenden Sätzen möchte ich Ihnen einige Argumente und Vorteile aufzeigen, die diesen mehrgleisigen Kommunikationsweg als richtigen unterstützen und die Sie keinesfalls aus dem Augen lassen sollten. Scheuen Sie den etwaigen Mehraufwand nicht: Letztendlich wird es sich für Sie lohnen.

Punkt 1: Die vermeintliche Abhängigkeit

Wenn Sie sich auf nur einen Kanal fokussieren, entstehen – meist nicht direkt sichtbare – Abhängigkeiten zu dem entsprechenden Anbieter, in diesem Fall zu Facebook. Solche exklusiven Verbindungen machen Sie unnötig verwundbar und sollten allein aus diesem Grund nicht eingegangen werden.

Bei Facebook kommt natürlich noch hinzu, dass es ein eigenständiges Unternehmen ist, das seine internen Ziele verfolgt. Anders als Ihr eigener Webauftritt im Internet erhält Ihr Unternehmen bzw. Ihre Fanpage hier also einen anderen Status.

Des Weiteren muss den meisten Unternehmen klar sein, dass Sie Ihre vermeintlich gewonnenen Fans nicht ohne Einsatz von Werbebudget erreichen können. Zu Beginn wird der Aufbau Ihrer eigenen Reichweite freilich vom Betreiber unterstützt.

Mit der Zeit jedoch schwindet die Reaktionsfähigkeit Ihrer Fans und die Einrichtung eines Werbekontos steht an. Natürlich liegt das im Sinne des Global Players, diese Vorgehensweise ist so profitorientiert wie legitim.

Neben der vorteilhaften zielgruppenspezifischen Ansprache, die Sie über Facebook vermitteln können, sollten Sie sich als Unternehmer gerade dieses Aspektes stets bewusst sein. Leiten Sie Ihre gewonnenen Kunden daher möglichst parallel auf Ihre weiteren Präsenzen und Kanäle, um dort z.B. die Eintragung in Ihren Newsletter-Verteilern oder die Installation von mobilen Apps zu forcieren. Das stärkt Sie insgesamt und lässt Sie darüber hinaus günstigere Werbemaßnahme umsetzen.

Punkt 2: Eine reichhaltige Kombinierbarkeit

Hat man sich ein Sortiment an digitalen Präsenzen wie App, Internetseite und natürlich der Fanpage aufgebaut und diese Kanäle etabliert, kann man diese doch wunderbar verknüpfen: Besucher Ihrer App oder Internetseite können Sie beispielsweise mit wenigen Mitteln indirekt und spielend einfach über Facebook ansprechen. Gleichzeitig können Sie dort natürlich unter Einsatz eines Werbebudgets potentielle Kunden zielgenau auf das eigene Angebot ansprechen.

Kombinieren Sie die design-bezogene Wahlfreiheit Ihrer Inhalte auf allen anderen Kanälen neben Facebook mit diesem. So können Sie Ihre Produkte in ausreichendem und ansprechendem Licht darstellen. Der gängige Facebook-Nutzer ist ohnehin nicht fest mit der Plattform verbunden und wechselt gerne mal die Perspektive – besonders, wenn er auch visuell etwas Attraktives geboten bekommt.

Punkt 3: Von Multi-Channel und Multi-Auswahl

Das bringt uns zum dritten Punkt unserer Ausführung: Was eine Facebook-Seite nicht kann, ist die individuelle Anpassung auf Ihre Geschäftsabläufe. Alles in Form von Internetseiten lässt sich je nach verwendetem System mit wenigen Handgriffen auf Ihre Bedürfnisse anpassen und unter dem Aspekt der Kundengewinnung bzw. Geschäftsanbahnung ausrichten. So können Sie Produkte online verkaufen, Terminreservierungen aufnehmen, wertvolle Informationen zu Ihren Produkten zeigen, zusätzlichen Service bieten und so zu Weiterempfehlen animieren.

Mit den genannten Punkten können Sie sich bereits ein gutes Bild für die Notwendigkeit einer breiten medialen Aufstellung Ihres Unternehmens machen. Entscheidend ist bei allen Kanälen, dass Sie nicht nur agieren, sondern auch reagieren: Treten Sie mit Ihren Kunden in den Dialog, wenn immer es möglich ist, lassen Sie sie teilhaben und mitgestalten. So entsteht Bindung und echter Mehrwert. Auf allen Kanälen.

Und mit allen meine ich tatsächlich alle – denn die analogen, klassischen Kanäle müssen und dürfen heute nicht aus den Augen verloren werden. Je nach Zielgruppe, Botschaft, Produkt oder Gesamtkonzept können analoge Maßnahmen den entscheidenden Gegenpol zu Ihren digitalen Strategien bieten – und begeistern.

Sollten Sie weitere Kanäle und Erfolgsrezepte in Hinblick auf Multichanneling und Social-Media-Strategien kennen, so freuen wir uns auf Ihr Feedback. Senden Sie uns einfach einen Kommentar oder eine E-Mail!

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/71251/umfrage/einsatz-von-social-media-durch-unternehmen/